Sonntag, 7. März 2010

Blog-Pause

Leider habe ich es in den vergangenen Wochen nicht geschafft, neue Filme zu posten. Und - leider - sieht es für die kommenden Wochen nicht besser aus. Also bitte ich um Verständnis, dass es noch ein wenig dauern wird, bis wieder etwas Neues kommt...

Freitag, 12. Februar 2010

Geh und lebe


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(gut)

Originaltitel: Va, vis et deviens
Frankreich, Israel, 2005

Ein ergreifender Film über das tragische Flüchtlingsschicksal eines äthiopischen Jungen – dreifacher Berlinale-Gewinner und ausgezeichnet mit dem César. Radu Mihaileanus Drama "Va, vis et deviens" spielt vor dem historisch-politischen Hintergrund der israelischen "Operation Moses", die es 1984 verfolgten Juden aus Äthiopien ermöglichte, im Gelobten Land ein neues Leben zu beginnen. Im Flüchtlingslager überlässt eine verzweifelte Mutter, die sich als Nichtjüdin unter die Flüchtlinge geschmuggelt hat, ihren neunjährigen Sohn einer anderen Frau, um ihm die Ausreise nach Isreal zu ermöglichen. Unter dem Namen Schlomo versucht der Junge, auf sich alleine gestellt sein Schicksal zu meistern und die Grundlagen des jüdischen Glaubens zu lernen. Doch auch seine liberale Adoptivfamilie kann ihm nicht über die Trennung von seiner Mutter und die kulturelle Entwurzelung hinweg helfen. In einem Umfeld von Misstrauen und latentem Rassismus wächst er mit der ständigen Angst auf, wieder ausgewiesen zu werden, und das Geheimnis seiner Herkunft lastet wie ein Fluch auf ihm. Manchmal zwar etwas zu theatralisch geraten, zeichnet der Film ein komplexes und psycholgisch ausgefeiltes Bild einer zerissenen Seele. Sehenswert!


Im TV: Dienstag, 16. Februar 2010, 23:15 Uhr im RBB
Internet Movie Database: Va, vis et deviens (FR/IL, 2005)
YouTube: Va, vis et deviens (Geh und lebe)– Trailer (2:46 Min)
Offizielle Website zum Film

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Teenage Angst


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(in Ordnung)

Deutschland, 2008

Jedes Jahr präsentiert die Berlinale in der Sektion "Perspektive Deutsches Kino" Werke von jungen, aufstrebenden deutschen Filmemachern – so auch 2008 das 60-minütige Drama "Teenage Angst" des 26-jährigen Jungregisseurs Thomas Stuber. Die verstörende Parabel um adoleszenten Nihilismus und jugendliche Gewaltexzesse stieß auf ein eher zwiespältiges Echo, wirkt sie doch etwas unausgegoren und lässt für den Zuschauer viele Fragen offen. In einem abgelegenen Elite-Internat schart der arrogante, machtgierige Drybusch drei Mitschüler um sich und gibt sich im Alkohol- und Drogenrausch sadistischen Gewaltritualen hin. Die zunehmenden Aggressionen in der Clique richten sich letztendlich gegen den Sensibelsten und Schwächsten und gipfeln in grausamen Erniedrigungen und Folter. Parallelen zu dem 100 Jahre zuvor erschienenen Roman "Die Verwirrungen des Zöglings Törleß" von Robert Musil (der von Volker Schlöndorff 1966 verfilmt wurde) sind durchaus beabsichtigt. Allerdings erreicht die Low-Budget-Produktion – trotz durchaus überzeugender Darsteller – bei weitem nicht die psychologische Tiefe des literarischen Vorbildes.


Im TV in der Nacht von Montag auf Dienstag, 15./16.02., 0:55 Uhr auf Arte
Internet Movie Database: Teenage Angst (DE, 2008)
YouTube: Teenage Angst – Trailer (1:47 Min)
Offizielle Website zum Film

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Mittwoch, 10. Februar 2010

Thumbsucker – Bleib wie du bist!


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(gut)

Originaltitel: Thumbsucker
USA, 2005

Amerikanisches Independent-Kino at its best! Mit satirischen Seitenhieben auf die US-Gesellschaft erzählt "Thumbsucker" eine eigentlich alltägliche Geschichte von der Verständnislosigkeit zwischen den Generationen. Es ist die skurrile – mit Traumsequenzen durchzogene – Odyssee eines Jugendlichen im Highschoolalter, der nach einer Psychopharmakabehandlung gegen Daumenlutschen und ersten Erfahrungen mit Drogen und Sex langsam zu sich selbst findet. "Mit viel feinsinniger Komik beschreibt Regisseur Mike Mills die Mühen des Erwachsenwerdens in einer Welt, in der die Eltern oft infantiler sind als ihre Kinder", urteilte Der Spiegel. Exzellent bis in die Nebenrollen hinein besetzt – Keanu Reeves besticht als esoterischer Therapeut – fand das Werk des Musikvideo- und Werbefilmers 2005 sowohl beim Sundance Filmfestival als auch bei der Berlinale Beachtung und war für den Grand Jury Prize und den Goldenen Bären nominiert. Großer Festivalgewinner war aber dann der 20-jährige Hauptdarsteller Lou Taylor Pucci, der mit dem Sundance Special Jury Prize und dem Silbernen Bären für seine schauspielerische Leistung ausgezeichnet wurde.


Im TV in der Nacht Samstag auf Sonntag, 13./14. Februar 2010, 2:55 Uhr im RBB
Internet Movie Database: Thumbsucker (US, 2005)
YouTube: Thumbsucker – Trailer (2:15 Min, engl.)
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Hallam Foe – Anständig durchgeknallt


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(nicht schlecht)

Originaltitel: Hallam Foe
Großbritannien, 2007

Eine – sicherlich etwas eigenwillige – Geschichte über einen Teenager mit ausgeprägtem Hang zum Voyorismus, der nach dem Unfalltod seiner Mutter seinen Weg zwischen Spleens und Psychosen sucht. Er entflieht seinem Zuhause, um in Edinburgh sein Glück zu finden – und begegnet seiner ersten großen Liebe in Gestalt einer 10 Jahre älteren Frau, die allerdings das Ebenbild seiner verstorbenen Mutter ist. Das tragikomische Werk des schottischen Regisseurs David Mackenzie begleitet die Skurillitäten seines Protagonisten unterhaltsam und mit einer gekonnten Mischung aus Düsterheit und Witz und lässt hinter dem rauhen Realismus der Story märchenhafte Züge erkennen. In der Titelrolle ist Billy Elliot-Hauptdarsteller Jamie Bell zu sehen, der – mal in tiefster Traurigkeit gefangen, mal von roher Aggressivität getrieben – die ganze Palette eines im Gefühlschaos steckenden 17-Jährigen präsentiert. "Hallam Foe" hatte 2007 auf der Berlinale Weltpremiere, wurde mit dem Silbernen Bären für die Britpop-Filmmusik ausgezeichnet und gewann zahlreiche Preise auf weiteren europäischen Festivals.


Im TV: Samstag, 13. Februar 2010, um 23:40 Uhr im RBB
Internet Movie Database: Hallam Foe (GB, 2007)
YouTube: Hallam Foe – Trailer (1:46 Min, engl.)
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Samstag, 6. Februar 2010

Mosquito Coast – Reise in die Wildnis


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(gut)

Originaltitel: The Mosquito Coast
USA, 1986

"The Mosquito Coast" von Peter Weir ("Der Club der Toten Dichter") – eine abenteuerliche Parabel auf Segen und Fluch der Zivilisation – fiel trotz zweier Golden Globe-Nominierungen bei der amerikanischen Presse und an den Kinokassen durch. Auch Harrison Ford, der als despotischer Familienvater und idealistisch-genialer Erfinder eine seiner besten Performances gibt, konnte daran nichts ändern. Die Geschichte handelt von einer sechsköpfigen Familie, die im Dschungel von Honduras ein Dorf mit Hilfe moderner Technik neu aufbaut und ein einfaches und autonomes Leben führt – bis ihre technischen Errungenschaften eine Umweltkatastrophe auslösen. Dass der Film aus Sicht des 14-jährigen Charlie – gespielt von River Phoenix – erzählt ist, macht das psychologisch ausgefeilte Aussteigerdrama durchaus auch zu einem Coming-of-Age-Film. River Phoenix konnte viele eigene Erfahrungen in die Rolle einfließen lassen – lebte er doch mit seinen Eltern auch einige Zeit auf einer venezolanischen Missionarsstation – und bekam den Young Artist Award für seine Darstellung.


Im TV: Mittwoch, 10. Februar 2010 um 23:00 Uhr im SWR
Internet Movie Database: The Mosquito Coast (US, 1986)
YouTube: The Mosquito Coast – Filmausschnitt (9:49 Min, engl.)
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Ein Leben lang kurze Hosen tragen


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(gut)

Deutschland, 2002

Mit 15 Jahren beging Jürgen Bartsch – in den 60er Jahren im Ruhrgebiet als die "Bestie von Langenberg" bekannt geworden – seinen ersten Mord. Der psychisch gestörte Jugendliche entführte vier Jungen, missbrauchte und tötete sie. Im Zuge seiner Therapie in der Landesheilanstalt Eickelborn erzählte der inzwischen 26-Jährige mit grausamer Nüchternheit von seinem Leben, seinen Verbrechen und den Beweggründen. Regisseur Kai S. Pieck nahm diese Therapieaufzeichnungen und Briefe von Bartsch als Basis für sein Filmdebüt "Ein Leben lang kurze Hosen tragen" – ein verstörendes, schonungloses Psychogramm, das in Rückblenden die Geschichte eines Jungen erzählt, der unter seinen gefühlskalten Adoptiveltern, den unmenschlichen Verhältnissen in einem katholischen Internat und seiner unterdrückten Homosexualität litt. Leider ist die Hauptrolle des erwachsenen Jürgen Bartsch als Erzähler des Films für Tobias Schenke ("Harte Jungs", "Kleinruppin forever") einfach eine Nummer zu groß, er wirkt mitunter etwas hölzern und unglaugwürdig. Schade! Eine ziemlich gute Performance hingegen zeigt Sebastian Urzendowsky als jugendlicher Jürgen Bartsch, was das Werk – zusammen mit der hervorragenden Regie – zu einem durchaus sehenswerten, aber auch nicht gerade leicht verdaulichen Filmerlebnis macht.


Internet Movie Database: Ein Leben lang kurze Hosen tragen (DE, 2002)
YouTube: Ein Leben lang kurze Hosen tragen – Filmausschnitt (10:05 Min)
Auf DVD bei Amazon.de: Ein Leben lang kurze Hosen tragen
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Sonntag, 31. Januar 2010

Reine Geschmacksache


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(nicht schlecht)

Deutschland, 2007

Eine unterhaltsame schwule Coming-of-Age-Komödie aus Deutschland. Der 18-jährige Karsten muss seinem Vater, einem spießigen Handelsvertreter für Damenoberbekleidung, bei der Arbeit helfen und verliebt sich prompt in dessen härtesten Konkurrenten. In den USA ist die Komödie unter dem Titel "Fashion Victims" bekannt. Stellenweise zeigt der Humor des Films durchaus "loriotische Züge" (wie Luke, ein treuer Leser des Blogs, meinte), der aber leider zum Ende des Streifens etwas sehr in Klamauk ausartet. Trotzdem sehenswert – schon alleine wegen der guten Schauspieler. Hauptdarsteller Florian Bartholomäi bekam den Max Ophüls-Preis und den Undine-Award für seine Darstellung. Sein Filmdebüt hatte er erst 2005 in dem Neonazi-Drama "Kombat 16" und kann inzwischen eine recht umfangreiche Filmographie vorweisen, darunter auch eine kleine Rolle in "Der Vorleser".

Im TV: Dienstag, 2. Februar 2010 um 20:15 Uhr auf 3sat und Mittwoch, 10. Februar 2010, 23:40 Uhr im BR

Internet Movie Database: Reine Geschmacksache (DE, 2007)
YouTube: Fashion Victims – Reine Geschmacksache – Trailer (1:34 Min)
Florian Bartholomäi in der Internet Movie Database
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Der Sohn


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(gut)

Originaltitel: Le fils
Belgien, 2002

Ein kleines, psychologisch ausgefeiltes Drama, das seine ungewöhnliche Handlung mit wenigen Worten und in einer stilsicheren Bildsprache präsentiert. Das belgische Brüderpaar Jean-Pierre und Luc Dardenne beschreibt in "Der Sohn" eine sehr sensible zwischenmenschliche Grenzerfahrung. Schreinermeister Olivier arbeitet mit jugendlichen Straftätern und steht eines Tages vor der Entscheidung, den introvertierten und schüchternen 16-jährigen Francis – der 5 Jahre zuvor seinen Sohn getötet hatte – als Lehrling anzunehmen. Olivier stellt sich der Herausforderung, doch Francis weiß nicht, wer Olivier wirklich ist. Der ruhige Film setzt voll und ganz auf die Kraft seiner Bilder und verzichtet auch vollständig auf Musik, was die beklemmende Stille mancher Szenen zu einem wichtigen Teil des Filmerlebnisses macht, aber dem Film auch einige Längen beschert. Dennoch ist das weltweit vielfach nominierte und in Cannes mit zwei Preisen augezeichnete Werk sehr sehenswert!


Im TV: Donnerstag, 4. Februar 2010 um 22:25 Uhr auf 3sat
Internet Movie Database: Le fils (BE, 2002)
YouTube: Le fils – Trailer (1:35 Min, engl. Untertitel)
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Freitag, 29. Januar 2010

Die Reifeprüfung


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(nicht schlecht)

Originaltitel: The Graduate
USA, 1967

Ein Genreklassiker von 1967, der außerdem Dustin Hoffmans schauspielerischer Durchbruch war. Die Tragikomödie um den Collegestudenten Benjamin, der sein erstes Mal mit einer Freundin seiner Mutter, mit Mrs. Robinson, erlebt, rüttelte kräftig an den damaligen, prüden Moralvorstellungen: eine verheiratete Frau hat eine sexuell orientierte Beziehung mit einem deutlich jüngeren Mann, der zwar schon 21 Jahre alt, aber in der Darstellung der Figur fast noch ein Jugendlicher ist. Obwohl der damals 30-jährige Dustin Hoffman für die Rolle schlichtweg viel, viel zu alt ist – er war nur 6 Jahre jünger als Anne Bancroft als Mrs. Robinson – und somit eher ziemlich unglaubwürdig wirkt, bekam er für sein überzeugendes Spiel eine Oscarnomierung. Gewonnen hat "Die Reifeprüfung" den Oscar dann für die Regie, die zugegeben meisterlich ist. An heutigen Verhältnissen gemessen ist das Werk aber dennoch schon sehr in die Jahre gekommen. Legendär allerdings war und bleibt die Filmmusik des Folk-Rock-Duos Simon & Garfunkel – "Sounds of Silence" und "Mrs. Robinson" sind absolute Evergreens geworden.


Im TV: Montag, 1. Februar 2010 um 23:00 Uhr im NDR
Internet Movie Database: The Graduate (US, 1967)
YouTube: The Graduate – Trailer (3:29 Min, engl.)
Filmszene.de – empfehlenswerte Filmkritik
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Donnerstag, 21. Januar 2010

News

Kinostarts: "Same Same But Different" und "Privatunterricht"

Heute läuft der neue Film von Detlev Buck, "Same Same But Different", mit David Kross in der Hauptrolle an. Anschauen lohnt sich!

Zur ausführlichen Filmkritik

Ein weiterer Neustart ist das wirklich sehenswerte und verstörende Coming-of-Age-Drama "Privatunterricht" aus Belgien.

Zur ausführlichen Filmkritik
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Mittwoch, 20. Januar 2010

Jimmy Reardon


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(nicht besonders)

Originaltitel: A Night in the Life of Jimmy Reardon
USA, 1988

"Jimmy Reardon war ein einziger großer Fehler. Ich war sehr naiv und war mir nicht bewusst, dass ich mein Talent in höchstem Maße missbrauche", urteilte – noch vor der Premierenvorstellung – River Phoenix selbst über den Film, der ihn 1988 mit einem Schlag zum Teenager-Idol machen sollte. Der seichte Pubertätsstreifen über die Eskapaden eines promisken, 17-jährigen Möchtegern-Romeos hatte mit dem Wechsel der Produktionsverantwortung zu Twentieth Century Fox die Ernsthaftigkeit des ursprünglichen Plots völlig aus den Augen verloren. River fühlte sich auch während des Drehens nicht mehr wohl in der Rolle, die er lieber – wie er sagte – mit jemandem wie Tom Cruise besetzt gesehen hätte, der einfach maskuliner wirke. Trotz seiner auch ernsten Anklänge über das Erwachsenwerden fiel "A Night in the Life of Jimmy Reardon" bei den Kritikern durch, entwickelte sich an den Kinokassen aber zu einem kleinen Hit. So ist es das Teeniefilmchen, das in den 60er Jahren in Chicago spielt, auch hauptsächlich wegen River Phoenix wert, angeschaut zu werden.


Im TV in der Nacht Samstag/Sonntag, 23./24. Januar 2010, 2:50 Uhr auf RTL II.
Internet Movie Database: A Night in the Life of Jimmy Reardon (US, 1988)
YouTube: A Night in the Life of Jimmy Reardon – Trailer (1:18 Min, engl.)
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Little Nikita


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(in Ordnung)

USA, 1988

Non-Coming-of-Age! Das Fernsehen bringt am kommenden Wochenende nach "Jimmy Reardon" gleich noch einen weiteren River Phoenix-Film. Der Agenten-Thriller "Little Nikita" entstand zu einer Zeit, als in der Sowjetunion Michail Gorbatschows Politik von Glasnost und Perestroika bereits deutliche Auswirkungen zeigte. So war das spannende Drama 1988 eigentlich schon etwas von der Gegenwart überholt worden – handelt es doch von einem 17-jährigen amerikanischen Vorzeige-Jugendlichen, für den eine Welt zusammenbricht, als er erfährt, dass seine Eltern inaktive KGB-Agenten sind. Schlechte Kritiken bekam der Film von der Chicago Sun-Times, die von einer „unsinnig unlogischen Handlung“ sprach. Trotz allem ist er gar nicht so schlecht gemacht und durchaus unterhaltsam – kein Highlight, aber er wird mit River Phoenix und Sidney Poitier von zwei gut agierenden Hauptdarstellern getragen.


Im TV: Sonntag, 24. Januar 2010, 16:25 Uhr auf Kabel 1.
Internet Movie Database: Little Nikita (US, 1988)
YouTube: Little Nikita – Trailer (1:32 Min, engl.)
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Montag, 18. Januar 2010

Dogtown Boys


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(nicht schlecht)

Originaltitel: Lords of Dogtown
USA, 2005

Ein auf wahren Begebenheiten beruhendes Teenagerdrama über die Geburt des Freestyle Skateboardens in den frühen 70ern in Kalifornien – ein Drama um Freundschaft, Erfolg und verratene Ideale. Es ist die Geschichte der Jugend-Clique "Z-Boys" von Skaterlegende Stacy Peralta, der selbst das Drehbuch schrieb und im Film von John Robinson – er hatte sein Debüt in Gus Van Sants "Elephant" – verkörpert wird. In weiteren Rollen sind Heath Ledger, Emile Hirsch und Johnny "Jackass" Knoxville zu sehen. "Dogtown Boys" wird als typische Hollywood-Produktion dem Thema leider nicht ganz gerecht, man vermisst den Independent-Flair der Skaterszene ein wenig in dem Film, doch die etwas glatt geratene Story ist gut erzählt, die Darsteller überzeugen und die Skate-Stunts sind realistisch – alles in allem kein schlechter Film.


Im TV in der Nacht Dienstag/Mittwoch, 19./20. Januar 2010, 0:20 Uhr im ORF 1.
Internet Movie Database: Lords of Dogtown (US, 2005)
YouTube: Lords of Dogtown – Trailer (2:27 Min, engl.)
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Montag, 11. Januar 2010

Das Jahr der ersten Küsse


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(nicht schlecht)

Relativ unbeachtet kam 2002 "Das Jahr der ersten Küsse" in die deutschen Kinos. Ein ganz unterhaltsamer Film über die Wirren der Pubertät, über Partys, Alkohol, Liebe, Pickel, Samenergüsse und viele weitere kleine Nöte, wenn die Hormone verrücktspielen. Regisseur Kai Wessel, der bislang nur wenige Kinofilme, dafür aber umso mehr TV-Produktionen gedreht hat, nimmt sich des Themas mit Einfühlungsvermögen und Humor an und hat einen kleinen Film geschaffen, der mal Teenagerkomödie und mal Drama ist – und somit nicht so recht in eine Schublade passen will. Und er fängt den 80er-Jahre-Zeitgeist treffend und augenzwinkernd ein, auch wenn dabei so manches Klischee bemüht wird. Der damals 15-jährige Hauptdarsteller Max Mauff, der in seiner Rolle liebenswert schüchtern und uncool durch den Film stolpert, hat sich inzwischen als ernsthafter Schauspieler etablieren können, unter anderem mit kleineren Rollen in "Die Welle" und "Der Vorleser".

Der Film läuft in der Nacht Freitag/Samstag, 15./16. Januar 2010, 2:10 Uhr im ORF 1.
Internet Movie Database: Das Jahr der ersten Küsse (DE, 2002)
YouTube: Das Jahr der ersten Küsse – Trailer (2:01 Min)
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